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Region „Siegen-Süd“

 

 


 

„Vier gewinnt“ – Team Niederschelden erstattet Bericht

Unsere „4 gewinnt“ - Begegnungsgruppe, die sich im Rahmen der anstehenden Regionalentwicklung für die Region Siegen-Süd unter der Leitung von Judith Schiltz aus den 4 Kirchengemeinden der Region zusammen gefunden hatte, traf sich Mitte September zum letzten Arbeitseinsatz unter dem Motto „Besser spät als nie“.
Unsere Aufgabe, am Kindergarten Heinrichstraße in Niederschelden ein Klettergerüst aufzubauen, verzögerte sich seit April aufgrund von Lieferschwierigkeiten ständig. Als aber nach Monaten erfolglosen Wartens auch noch der Zoll Einspruch bezüglich diverser Sicherheitsbestimmungen erhob, beschlossen die Erzieherinnen stattdessen die Kinder mit einem Holzboot zu erfreuen. Die Lieferung bereitete diesmal keine Schwierigkeiten und so trafen wir uns abends am 12.9., bei immer noch 30 Grad im Schatten, mit guter Laune, Hacke, Schaufeln und Wasserwaage im Gepäck, am Kindergarten. Uns fiel jetzt die Aufgabe zu, ein Teilstück der schräg abfallenden Wiese zu begradigen, um das künftige Schiff vor dem Kentern zu bewahren. Mit Hilfe zwei weiterer freiwilliger Helfer erledigten wir frohgemut und im Schweiße unseres Angesichts in eineinhalb Stunden unsere Arbeit. Den weiteren Abend ließen wir unter der liebevollen Bewirtung der Kita- Leiterin Irene Friesenhagen und Anke Reinhardt gemütlich mit einem gemeinsamen Essen ausklingen sowie mit der Aussicht, bald das neue Holzboot mit einer Runde Sekt zu taufen.

P.S. Die durch die Umstände entstandene Wartezeit ließ die Niederschelder Truppe jedoch nicht unnütz verstreichen. Wir trafen uns, nachdem wir im Februar schon im strömenden Regen einen langen und äußerst unterhaltsamen Waldspaziergang gemacht hatten, in Judiths Garten, um bei Grillwurst, Nudelsalat und Bier auf die neugeknüpfte „4 gewinnt“ - Freundschaft anzustoßen!

 

Baumpflanz-Aktion Eisern

„Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“ (Martin Luther)

Getreu dieses Luther Spruches pflanzte jetzt eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der vier evangelischen Gemeinden Gosenbach/Oberschelden, Niederschelden, Eiserfeld und Eisern/Rinsdorf, einen Apfelbaum als Hoffnungszeichen.

Die Aktion steht im Zusammenhang mit dem gemeinsamen Gestaltungsprozess der Region 3 (Süd), zu der die oben genannten Kirchengemeinden zählen. Dieser Prozess, der bereits vor einem Jahr angelaufen und bis zum Jahr 2025 angelegt ist, soll die zukünftige Entwicklung der vier Gemeinden, unter dem Motto: „Vier gewinnt“ berücksichtigen helfen.

Dabei geht es darum, mit einer demographisch bedingt schrumpfenden Anzahl an Gemeindemitgliedern und Pastoren und geringeren finanziellen Ressourcen zurecht-zukommen bzw. die Zukunft der vier Kirchengemeinden gemeinsam zu gestalten.

Die Pflanzung wurde durch private Spenden, eine finanzielle Unterstützung des Kirchenkreisausschusses zur Bewahrung der Schöpfung und die logistische Hilfe der Firma Gartenbau Panthel ermöglicht.

 

 

„Vier gewinnt!“
Die Zukunft der Region Siegen-Süd gestalten

Mit diesem Ziel haben sich Menschen in Eisern, Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach auf den Weg gemacht, gemeinsam darüber nachzudenken, wie Gemeindearbeit in den Gemeinden unserer Region im Jahr 2025 unter dann veränderten Bedingungen miteinander gestaltet werden kann.

Dazu haben sich am 19./ 20. Juni die Mitglieder der Projektgruppe zu einer „wertschätzenden Erkundung“ der Gemeinden getroffen.

Sonst sind wir es ja eher gewohnt, den Blick auf das zu richten, was nicht so gut läuft, wo es Probleme und Schwierigkeiten gibt. An diesem Wochenende war es einmal genau anders. Die Gemeinden sollten diesmal ganz bewusst das aufzeigen, was bei ihnen gut läuft – mit ganz erstaunlichen und Mut machenden Ergebnissen.

So konnten wir miteinander entdecken, dass nicht nur bei uns, sondern auch in Gosenbach die Zusammenarbeit mit Gemeinschaft und CVJM gelingt und die Gemeindearbeit prägt und trägt. Niederschelden und Eiserfeld stellten unter anderem ihre Taufelternarbeit vor.

Und auch bei uns gab es manches, was von außen positiv gesehen wird: Die enge Zusammenarbeit in der Konfirmandenarbeit und  der Jugendarbeit und die Schnupperwochenenden zur Gewinnung neuer Mitarbeiter.

Alle Teilnehmer waren sich nach dem Wochenende einig: Es tut auch mal gut, wenn andere mit dem Blick von außen wahrnehmen, was in den einzelnen Gemeinden auch gut läuft – oft Dinge, die man in der Gemeinde selber so nicht sieht oder als selbstverständlich betrachtet.

Aber es wurden zum Abschluss auch konkrete Vereinbarungen getroffen: So soll überlegt werden, ob nicht in alle Gemeindebriefen in Zukunft eine regionale Seite  zu finden sein soll, in der auf Aktionen und besondere Veranstaltungen in den anderen Gemeinden hingewiesen werden soll.

Auch über eine Vernetzung der Konfirmandenarbeit durch gemeinsame Aktionen mit den unterschiedlichen Konfi-Gruppen soll nachgedacht werden. So soll z.B. ein “Konfi-Cup“ veranstaltet werden  - ein gemeinsames Fußballturnier der Konfi-Gruppen der Region Siegen-Süd.

„Vier gewinnt!“ Die Zukunft der Region Siegen-Süd gestalten. Nach diesem Wochenende sind alle Teilnehmer in ihre Gemeinden zurückgekehrt mit dem guten Gefühl: Wir sind auf einem guten Weg – auch wenn der noch lang ist.

 

 

 

Gestaltungsprozess Kirchenkreis Siegen 2025
(Was ist das?)

In unseren Kirchengemeinden haben wir seit 2013 den vor uns liegenden „Gestaltungsprozess 2025“ bekannt gemacht.



     Rahmenbedingungen (Wussten Sie schon?)

  • Der Kirchenkreis Siegen ist in 7 Regionen (Verwaltungsbezirke) eingeteilt. Die Regionen beherbergen jeweils mehrere Kirchen-gemeinden. Wir gehören zur Region 3 mit den vier Kirchengemein-den Eisern, Eiserfeld, Niederschelden und Gosenbach.
  • Die Synode des Ev. Kirchenkreises Siegen hat im Sommer 2013 den Gestaltungsprozess „Ev. Kirchenkreis Siegen 2025“ beschlossen.
     
  • Gründe dafür sind u.a., sinkende Gemeindegliederzahlen (Demografische Entwicklung, Kirchenaustritte), die Messzahl der Gemeindeglieder von 3.000 pro Pfarrstelle, aber auch fehlender Pfarrernachwuchs.

    Aufgaben und Fragen
  • Die Kirchengemeinden haben von der Kreissynode den Auftrag erhalten, den „Gestaltungsprozess 2025“ jeweils für die eigene Region aktiv zu gestalten.
  • Wie kann das Gemeindeleben im Jahr 2025 gelingen? Wie vermeiden wir eine Über-/Unterversorgung in den vier Kirchengemeinden bei Gemeindegrößen von 1.800 – 4800 Mitgliedern? Welche Möglichkeiten von Kooperationen gibt es da? Kann die Eigenständigkeit der Kirchengemeinden gewahrt bleiben? Was ist kirchen- und personalrechtlich zu beachten?
  • Was können und was müssen die Kirchengemeinden tun um diesen Strukturwandel erfolgreich und weitgehend selbstbe-stimmt zu gestalten? Wie können wir das den Menschen in unseren Gemeinden erklären? Wie können wir die Menschen in unseren Gemeinden von den nötigen Veränderungen überzeugen?

      Gut

Mit all diesen Aufgaben und Fragen haben sich die Kirchengemeinden der Region 3 zunächst jede für sich und dann gemeinsam auseinander gesetzt. Der Kirchenkreis hat den Prozess vorangetrieben und in jeder Region eine Steuerungsgruppe (Pfarrer, Presbyter) eingesetzt. Nach den ersten Arbeitstreffen der Steuerungsgruppe Region 3 wurde der Wunsch nach einer externen Beratung laut.

Der Kirchenkreis fand die Idee gut und erklärte sich bereit, die externe Beratung zu begleiten und zu finanzieren.

Die Presbyterien haben Ende 2014 der Vereinbarung mit dem Beratungsteam, Pfr. Lambeck (Gemeindeberatung, Amt für missionarische Dienste) und Pfr. Pompe (Zentrum für Mission in der Region), per Beschluss zugestimmt.

          Vier  gewinnt - Die Zukunft der Region Siegen Süd gestalten

Unter diesem Motto trafen sich 2 Pfarrer und 11 Gemeindeglieder (die Projektgruppe besteht aus je 4 Vertretern der vier Gemeinden) unter der Leitung des Beratungsteams am 21. und 22. Feb. im Haus Patmos, Geisweid.

Die wohl wichtigste Frage ist: „Was passiert, wenn nichts passiert?“

Die eindeutige Antwort lautet: „Man wird verändert, ohne die Möglichkeit derEinflussnahme zu nutzen.“

Um die Möglichkeit der Selbstgestaltung wahrzunehmen wurden in den 2 Tagen folgende Gesichtspunkte besonders deutlich:

  • Der Veränderungsprozess muss bewusst gestaltet werden und die betroffenen Menschen sollen daran beteiligt werden.
  • Neue Strukturen und Kooperationen müssen sorgfältig entwickelt werden.
  • Es ist wichtig die örtlichen Stärken in der Region zu suchen und hervor zu heben.
  • Das Zusammenwirken der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen muss gestärkt werden.
  • Die pfarramtliche Versorgung für die Zukunft ist zu klären.

Im Feedback wurde übereinstimmend das gute Gefühl betont, dass sich nach den 2 Tagen bei der Projektgruppe eingestellt hat. Es überwiegt die Hoffnung, dass dieses gute Gefühl an die Gemeinden weiter gegeben und in den weiteren Terminen verfestigt werden kann.

Anke Degenhardt (Eiserfeld)
Detlef Paul (Niederschelden)
Andrea Rink (Eisern)
Friedrich Seidel(Gosenbach