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"Auf der Suche nach der blauen Box“

Konfi-Freizeit Rodenroth 12.-14 Mai

19 Konfirmanden, 7 Mitarbeiter und eine blaue Box, die im Laufe der Freizeit immer wieder auftauchte (und verschwand), waren diesmal zur Konfi-Freizeit in Rodenroth.

Voller Einsatz war gleich am ersten Abend gefordert. Da mussten Keks-Türme gebaut werden. Erbsen und Bälle unter abenteuerlichen Bedingungen transportiert werden oder Becher ohne Zuhilfenahme der Hände mit einem Luftballon bewegt werden.

Aber nicht nur körperlicher Einsatz war gefragt. Es gab auch Wissenswertes zu lernen. Z.B. dass 23 % aller Reparaturen von Kopierern in Büros weltweit dadurch verursacht werden, dass Leute ihren nackten Hintern fotografieren.

Und manche neue Erkenntnis ergab sich durch den einen oder anderen Geistesblitz. So wissen wir jetzt alle, warum Eisbären keine Pinguine fressen. Wer bislang immer geglaubt hatte, das läge daran, dass die einen am Nordpol und die anderen am Südpol leben und sich deshalb nie begegnen, der konnte jetzt endlich den wahren Grund erfahren: Eisbären fressen keine Pinguine, weil sie lieber Robben fressen. Ist doch logisch, oder?!

Dass am Ende die siegreiche Mannschaft nur auf sanften Druck hin ihre gewonnenen Bonbons mit den anderen geteilt haben soll, ist ganz bestimmt nur ein Gerücht. Das war alles freiwillig – schließlich wollte man ja die verlorene Stunde bei der Nachtruhe zurückholen. 

Samstagmorgen stand traditionell die Bibelarbeit mit Lego-Klick auf dem Programm. 3 Stunden lang und och nicht langweilig. Weil 3 Stunden lang mit Lego gebaut werden durfte. Da werden dann aus coolen Jugendlichen noch mal Spielkinder!

Mit ganz viel Kreativität und Begeisterung wurden einzelne Szenen vom Weg Jesu ans Kreuz aus Lego nachgebaut, fotografiert und am Computer zu einer Geschichte zusammengesetzt. Auch diesmal wieder mit tollen Ergebnissen.

Das traditionelle Derby „Konfirmanden gegen Mitarbeiter“ nach dem Mittagessen dauerte diesmal nur 10 Minuten. Durch einen durch heftige Magenkrämpfe verursachten Ausfall herrschte bei den Mitarbeitern akuter Spielermangel.

Gespielt wurde dann trotzdem – nicht gegeneinander, sondern miteinander in zwei gemischten Mannschaften. Wie immer fielen reichlich Tore – und diesmal auch ganz spektakulär der Pastor nach einem groben (aber ganz sicher unbeabsichtigten) Foul.

Am Ende war es dann auch egal, wer gewonnen hatte. Spaß hatte es auf jeden Fall gemacht.

Während die einen draußen verbissen um jeden Ball kämpften, wurde drinnen bei den Kreativ-Angeboten ebenfalls alles gegeben. Mit viel Einsatz wurden Bilderrahmen verschönert und Gläser dekorativ beklebt. Auf diese Weise entstand das eine oder andere Geschenk für den Muttertag am Sonntag für alle, denen mit Schrecken auffiel, dass sie noch nichts besorgt hatten. Gefreut haben sich bestimmt alle Mütter über diese Geschenke – auch wenn da schon einige sehr eigenwillige Kreationen darunter waren.

Abends ging es dann bei „Riskier was!“ darum, sein Wissen unter Beweis zu stellen. (Manchmal auch das Nicht-Wissen!)

Zu oft ziemlich abenteuerlichen Fragen mussten die richtigen Antworten gefunden werden und die falschen ausgeschlossen werden. Nicht ganz einfach! Eine falsche Antwort und alle Punkte waren wieder weg. Was das eine oder andere Mal passierte, weil jemand aus der Gruppe mit dem Brustton der Überzeugung behauptete, das ganz genau zu wissen. Und Zack – waren die Punkte wieder weg.

Ganz schön peinlich, wenn man sich zwar im World-Wide-Web auskennt, aber vor der eigenen Haustür nicht und an der Frage scheitert, welche Straßennamen es in Eisern gibt und welche nicht.

Denken muss wohl auch ziemlich anstrengend sein. Wie ist es sonst zu erklären, dass schon vor der offiziellen Nachtruhe auf einigen Zimmern alle Konfis im Schlummerland waren (trotz anderslautender vollmundiger Ankündigungen).

Am Sonntag war dann Do-it-yourself angesagt. In Rodenroth gab es an diesem Sonntag in der Kirche keinen Gottesdienst. Kein Problem! Dann machen wir das eben selber.

„Wer bin ich?“ Unter dieser Frage war Mitmachen und Mitdenken angesagt im Gottesdienst. Statt Predigt durften diesmal alle mitreden, als es um den Bibeltext ging, und eigene Gedanken einbringen, eigene Fragen stellen.

Gottesdienst mal ganz anders. Der dauerte zwar viel länger als der Gottesdienst sonntags in der Kirche, aber das ist keinem wirklich aufgefallen.

„Who am I“ – das war eines der Lieder im Gottesdienst. Ein Lied, das Antwort gibt auf die Frage: Wer bin ich?!

Ich bin wichtig – egal, was ich kann!

Ich bin wichtig – egal, was andere sagen!

Ich bin wichtig – egal, wie ich mich selber manchmal sehe!

Ich bin wichtig – weil Jesus mich annimmt wie ich bin.

Dass unsere Konfirmanden das mitnehmen - nicht nur aus dieser Freizeit – dass sie das mitnehmen aus ihrer gesamten Konfi-Zeit – mitnehmen in ihr Leben, das wünschen wir ihnen. Dieses feste Vertrauen: Ich bin wertvoll! Nicht durch all das, was ich auf die Reihe kriege! Sondern durch das, was Jesus für mich getan hat. Ich bin wertvoll, weil ich geliebt bin – mehr als ich das jemals begreifen werde.

Ach ja: Der unangefochtene Star und Gesprächsthema Nr. 1 dieser Freizeit war diesmal eine blaue Box. Die konnte nichts Besonderes außer Musik machen. Und trotzdem gelang es ihr, immer wieder im Mittelpunkt zu stehen. Einfach dadurch, dass sie nicht aufzufinden war und ihr Besitzer ständig auf der Suche nach ihr war. Das Ganze hatte ein aber ein Happy-End.  Box und Besitzer haben immer wieder zueinander gefunden und konnten gemeinsam nach Hause fahren.   


► Hier gibt es noch mehr Bilder von der Freizeit